WLAN sichern

Sicher surfen im WLAN

Lässt Du Deine Fenster und Türen für Einbrecher freiwillig offen? Die Antwort auf diese Frage ist natürlich „Nein“! Doch wie sieht es mit Deinem WLAN-Netzwerk aus? Vermutlich kümmern sich nur wenige Menschen um die Verschlüsselung ihres heimischen Funknetzwerks. Dabei ist das Absichern des heimischen WLANs vor Angreifern und Hackern wichtig und mit nur wenigen Einstellungen zu realisieren. Sobald über Dein ungeschütztes WLAN Straftaten wie die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Daten oder Hackerangriffe auf Dritte verübt werden, zieht man Dich als Betreiber des Funknetzwerkes zur Rechenschaft. Außerdem müssen in Deutschland Funknetzwerke, zum Schutz vor Missbrauch unbekannter Angreifer, verschlüsselt werden, da der Betreiber für Urheberrechtsverletzungen haftet.

Mit wenigen Handgriffen sorgst Du für die Sicherheit Deines Funknetzwerks – und damit auch für Deine eigene Sicherheit, denn anonymes Surfen im heimischen Netz ist nicht schwer! Nimm‘ Dir deshalb ein paar Minuten Zeit, beherzige unsere Tipps und wähle SpyOFF für sicheres Surfen!

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Richtige Verschlüsselung für mehr Sicherheit

Für Deine Basisstation stehen Dir einige Methoden zur Verschlüsselung wie bspw. WEP, WPA oder WPA2 zur Verfügung. Diese unterscheiden sich in einigen Punkten. Generell empfiehlt sich beim Absichern jedoch immer die Verwendung der neusten Verschlüsselungsmethode. Der aktuelle Standard ist WPA2 PSK. Hier ist jedoch zu erwähnen, dass einige ältere Geräte diesen Schlüssel nicht unterstützen. Auf eine Sicherung der Funknetzwerke mit WEP oder WPA sollte man jedoch verzichten, da die Schlüssel inzwischen innerhalb weniger Sekunden geknackt werden können. Behalte ebenso im Hinterkopf, dass alle in Deinem lokalen Funknetzwerk befindlichen Geräte, wie Smartphones oder internetfähige Fernseher, den Verschlüsselungsstandard unterstützen müssen.

Sicheres WLAN-Passwort verwenden

Verschlüsselungstechniken sind ein hervorragendes Fundament für Deine Sicherheit. Dieser Schutz ist später jedoch nur bedingt von Wert, wenn Dein Kennwort leicht entschlüsselt werden kann. Ein Passwort sollte nie aus Namen, Geburtstagen oder anderen, leicht zu erratenden Begriffen bestehen. Das Kennwort „password123“ ist bei vielen Anwendern äußerst beliebt. Auch bei Hackern, denn beim Angriff ist dieses eines der ersten Passwörter, die getestet werden. Das Passwort muss dem Angreifer das Ausspähen so schwer wie möglich machen. Ein sicheres Kennwort besteht aus mindestens zwölf Zeichen und ist eine zufällige, alphanumerische Kombination. Verwende immer Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen! Wenn Dir diese Passwörter zu kompliziert erscheinen, merke Dir diese doch einfach anhand eines Satzes!

Ein kleines Beispiel: Verwende doch einfach immer den ersten Buchstaben des Satzes „In meiner Jugend habe ich beim Fußball immer die Nummer 5 getragen!“ Dein Kennwort lautet folglich (ohne Anführungszeichen): „ImJhibFidN5g!“ Dieses eignet sich hervorragend, da es die Kriterien der Mindestlänge und Zeichen besitzt. Die Länge Deines Passwortes kann mit einem WPA2 Schlüssel jedoch bis zu 63 Zeichen betragen und sollte zum maximalen Schutz für Funknetzwerke ausgereizt werden. Alternativ kannst Du natürlich auch mit einem kostenlosen Passwort-Generator arbeiten.

WLAN-Netzwerk unsichtbar machen

Wenn etwas gut versteckt und nicht zu sehen ist, kann es auch nicht so leicht gefunden werden. Dies klingt nicht nur logisch, sondern ist in Bezug auf die lokalen Netzwerke auch noch einfach zu realisieren. Du kannst zu Hause Dein WLAN ganz einfach verstecken, indem Du die Übertragung des Funknetznamens (der SSID) Deines Routers deaktivierst. Sobald Du den Namen Deines Funknetzwerks versteckt hast, wird die Verfügbarkeit Deines WLANs nicht mehr in den Suchergebnissen von anderen Geräten angezeigt. Möchte ein Hacker dennoch auf Dein WLAN zugreifen, gelingt ihm dies nur noch über spezielle Späh-Programme. Allerdings versucht ein Hacker zunächst stets den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und zuallererst auf sichtbare Netze zuzugreifen. Denke jedoch unbedingt an die genaue Bezeichnung Deiner SSID. Möchtest Du später eine Verbindung mit einem neuen Gerät herstellen, musst Du nämlich diese manuell eintragen.

DHCP abschalten

Für mehr Sicherheit im heimischen WLAN sorgt ebenso das Abschalten des DHCP-Servers im Router. Dieser Server ermöglicht Geräten den Erhalt aller benötigten Informationen, damit die Kommunikation mit der Basisstation einwandfrei funktioniert. Sobald Du die Deaktivierung des Dienstes wählst, ist eine Verbindung mit dem Internet erst nach manueller Gerätekonfiguration mit dem Router möglich. Dies hat zur Folge, dass nun alle notwendigen Informationen per Hand eingetragen werden müssen.

Wenn Du bspw. das Betriebssystem Windows nutzt, gibst Du die notwendigen Informationen in der Systemsteuerung unter Netzwerkverbindungen ein. Nach der Auswahl Deiner Netzwerkkarte kannst Du Deinem Rechner eine feste IP-Adresse zuweisen. Achte jedoch darauf, dass Du keine gewöhnlichen Adressen wählst. Wie auch beim Kennwort sind ungewöhnliche Kombinationen vorzuziehen, wie z.B. „192.168.95.12.“. Die ersten beiden Stellen dürfen jedoch nicht verändert werden! Diese Methode besitzt allerdings auch einen Nachteil: Anmeldunge für Gäste werden komplizierter, da diese Einstellungen erneut auf jedem Gerät vorgenommen werden müssen.

WLAN-Sicherung mit MAC-Filter

Die MAC-Adresse Deiner Netzwerkkarte fungiert als individuelle Kennung Deines Geräts. Nutzt Du diesen Vorteil zum Absichern Deines Funknetzwerks! Über die Router-Einstellungen kannst Du einen MAC-Filter aktivieren. Diese Konfiguration ermöglicht, dass nur noch Geräte mit bestimmten MAC-Adressen eine Verbindung mit Deinem Netz herstellen können. Mittels spezieller Tools ist jedoch auch ein Auslesen der MAC-Adressen möglich. Allerdings gilt hier wie bereits zuvor beim Verstecken des WLAN-Netzwerkes der Grundsatz: Alles was dem Angreifer Arbeit und Mühe bereitet sowie die Dauer der Attacke verlängert, nutzt der eigenen Sicherheit, zumindest ein bisschen!

Verringere die Reichweite

Erhöhe die Sicherheit, indem Du dafür sorgst, dass das WLAN nicht außerhalb Deiner Wohnung erreichbar ist. Um das realisieren zu können, muss zunächst die Sendeleistung über die Konfiguration des WLAN-Routers reduziert werden. Im zweiten Schritt ist der n-Standard abzuschalten, was sich vor allem dann empfiehlt, wenn man die Übertragungsgeschwindigkeit sowieso nicht ausreizt. Zusätzlich Optimierungspotenzial bietet oftmals das Wählen des Router-Standortes. Platziere Deinen WLAN-Router nicht in Fensternähe oder bei Außenwänden, sondern mittig in Deiner Wohnung, um eine gleichmäßig verteilte Reichweite zu erreichen. Die Umwicklung der Antennen mit Alufolie kann ebenfalls für einen dämpfenden Effekt sorgen und die Reichweite einschränken.

Aktualisieren der Router-Software

Du kennst es bestimmt von Windows oder auch vom Android-Smartphone: Regelmäßig erhältst Du Updates, welche die Sicherheit Deines Geräts verbessern und mutmaßliche Schlupflöcher für Eindringlinge stopfen. Bei einem Router ist dieser Sachverhalt nicht anders. Auch hier hast Du die Möglichkeit dank Sicherheitsupdates Schwachstellen zu beheben, die Hackern einen Angriff auf das System ermöglichen. Diese Firmware-Updates erscheinen zwar nicht häufig, jedoch empfiehlt es sich dennoch zwei bis dreimal pro Jahr nach einer neuen Software für das heimische Router-Modell zu suchen, da bislang nur sehr wenige Modelle Updates automatisch ausführen.

WLAN bei Nichtgebrauch abschalten

Zum Abschluss der Klassiker, und die vermutlich einfachste und zugleich sicherstes Methode zum Schutz Deines lokalen Netzes: Schalte doch einfach bei Nichtgebrauch Deinen Router aus. Normalerweise benötigst Du Nachts oder wenn Du nicht Zuhause bist kein WLAN. So trickst Du mit einem einfachen Mittel Angreifer aus. Denn wenn Dein Funknetz nicht eingeschaltet ist, kann niemand darauf zugreifen. Mit diesem Kniff kannst Du Dein Netzwerk zu 100% absichern. Nutze unsere Tipps zum Schutz Deines WLANs – um Deine Sicherheit und Anonymität bei allen Aktivitäten im Internet kümmert sich SpyOFF!