WebRTC legt IP-Adresse offen

Was ist WebRTC?

Die WebRTC, oder auch Web Real-Time Communication, ist eine Technologie, die die Echtzeitkommunikation mit Javascript APIs ohne zusätzlicher Software im Browser ermöglicht. Als quelloffenes Framework, welches von Mozilla, Google und anderen gefördert wird, fungiert WebRTC als sichere Kommunikationsinfrastruktur für Video-Chats, Sprachanrufe oder Filesharing über Web Apps. WebRTC stellt in Kombination aus dem Web Conferencing Server sowie dem STUN Server die Einstiegsseite bereit und sorgt für die Synchronisation der Verbindung zwischen den Endpunkten.

Wie sicher ist WebRTC?

Bei der Verwendung von VoIP-Anwendungen können unzureichende Firewall-Einstellungen für Sicherheitsrisiken sorgen. Dadurch kann auch Malware auf Deinem Computer landen. WebRTC soll jedoch unproblematisch sein, da keinerlei Downloads und Installationen zur Nutzung vorgenommen werden müssen. Eigene Sicherheitsfunktionen sowie eine End-to-End-Verschlüsselung hat WebRTC standardmäßig mit an Bord und soll somit auf beinahe jedem Server ein zuverlässiges Backup zur Kommunikation bieten. Die Nutzung von Mikrofon und Kamera muss für jede Verbindung gestattet werden, worauf der Nutzer noch vor Beginn der Datenübertragung hingewiesen wird.

Wenn Daten übertragen werden, dient das DTLS-Protokoll (Datagram Transport Layer Security) zur Verschlüsselung. Dieses ist bereits als Standard in den Browsern Firefox, Chrome sowie Opera vorhanden und basiert ursprünglich auf dem TLS-Protokoll. Dadurch werden Datenmanipulationen verhindert. Auch Abhörversuche von Schnüfflern werden unterbunden. Die Sicherheit wird dabei durch Audio und Video-Verschlüsselung mittels SRTP (Secure Real-Time Protocol) ergänzt. Hier wird das Sicherheitsrisiko durch DoS-Angriffe dank Verschlüsselung und Authentifizierung gesenkt.

WebRTC offenbart tatsächliche IP-Adresse

Grundsätzlich lässt sich WebRTC als sinnvolles, an Bedeutung gewinnendes Werkzeug einstufen, allerdings nicht, wenn darunter die Privatsphäre des Nutzers leidet. Speziell bei der Nutzung von VPN-Diensten kann die wahre Identität sowie der Standort des Users entschlüsselt werden. Bereits ein einfaches Script auf einer Webseite genügt, um die „Original-IP“ eines Nutzers ausfindig zu machen. Dies hat zur Folge, dass der vom VPN gewährte Schutz entfällt. Wer einen kleinen Praxistest mache möchte, kann sich über diese Webseite direkt selbst von der Problematik überzeugen.

Wie behalte ich meine Online-Privatsphäre?

Um die Identifikation Deines Standortes zu verhindern, dient normalerweise eine VPN-Lösung zum Schutz Deiner Privatsphäre. Sollte Deine IP-Adresse dennoch ermittelt werden können, bieten wir Dir eine kleine Anleitung zur Problemlösung. Dabei werden Dir mehrere Möglichkeiten gezeigt, welche Deinen Browser sowie Deine Internet-Aktivitäten sicherer machen und schützen.

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